Bienenhotel Konservendose

Weltrekord in Bienenhotel bauen.

Im Netz tummeln sich massenweise Tipps (es ist ja sooo einfach) wie man Bienennisthilfen aus Konservendosen bastelt.

Ob Kinder im Vorschulalter aber auch Erwachsene produzieren den reinsten Müll.

Da werden Schilf matten im Baumarkt gekauft, mit einer Schere, einem Fuchsschwanz oder sogar einem Brotmesser, Rosenscheren, Astscheren und Hackebeil dem Schilf an den Kragen auf die passende Länge geschnitten.

So sehen dann auch die Röhrchen aus.

Welche Biene mag in so einer zermatschten Wohnung einziehen?

Egal wo der schnitt ist rein in die Dose, nicht einmal auf irgendeine Länge wird geachtet.

So schauen mal gut 10-15 cm  aus der Dose, die Singvögel finden es prima, raus ziehen und der Festtags Schmaus kann beginnen.

Hey Leute, das macht richtigen Spaß, eine Dose innerhalb 2-3 Minuten fertig... wer kann es noch schneller ?

Ich wünsche mir, diese schwachsinnigen Videos verschwinden schnellstens aus dem Netz.


Eigentlich könnte man das *Bienenhotel*  wenn es nicht richtig gebaut ist,  auch Futterkonserve für Vögel nennen.

Singvögel finden die energiereichen Larven oder Puppen von Wildbienen in nicht geschützten Röhrchen.

Deshalb muss zum Schutz vor gierige Vogelschnäbel ein Rausziehen der Röhrchen verhindert werden.

* Bienenhotel ist eigentlich nicht das richtige Wort, in einem Hotel wohnt man kurz*


Wer Wildbienen wirklich helfen möchte, sollte sich schon etwas Mühe geben.

Bauanleitung:

Die Röhrchen mittels eine Schablone (so bekommt man eine gleichmäßige länge) sägen.

Zu beachten, Knoten möglichst weit hinten, es können aber auch bei offenen enden Gips oder Rotband im hintersten Ende eingerührt werden. 1-2 cm dicke reichen.

Die Rohrlänge sollte mindestens 6cm kürzer als das Doseninnere sein.

Warum Kürzer?

Man kann draht vorne anbringen und der Rückbau ist ein kleiner Regenschutz.

Eindrigendes Wasser kann das Proviant für die Larven vernichten.



Falsche bearbeitung.

Röhrchen sind unsauber und gequetscht.

Hier wird wohl kaum eine Wildbiene heil die Brutzelle versorgen .

 Die Schräglage ist nett gemeint, so können Insekten immer Wasser trinken.

Ich denke, vorher aber ersaufen die Larven in den Röhrchen.

Hier ist vieles Falsch.

Einige Röhrchen sind gequetscht haben hinten kein Verschluss und sind vor dem herausziehen ungeschützt.

Die Kunststoffröhrchen sind ebenfalls nicht geeignet weil sich darin Kondeswasser bildet und das Proviant verschimmelt und die Larven verhungern.

Hier finden so einige Wildbienen mit ihren Larven und Puppen ein geeignetes zu Hause.

Bei Schilf bekommt man mit einer Laubsäge  saubere Sägeschnitte. Bambus Röhrchen lassen sich mit einer Fein blättrigen Kreissäge gut bearbeiten.

Mit Gips oder Rotband unbedingt gegen herausfallen schützen.

So haben es auch die Vögel schwerer an die Bienenlarven zu kommen.

Tipp: Wenn die Dose noch nicht mit Röhrchen bestückt ist, hinten im Boden ein Loch bohren, dadurch eine Schraube stecken und dann ein Brettchen anschrauben.

Ganz unten sollten auch 2-3 kleinere löcher angebracht werden, so kann eindringender Regen abfließen.